Hybrides Projekt von Hannah und Jakob Zacharias DE · EN Jiddisch in Stommeln
Konzept

שטאָמעלן

Dieses Projekt beginnt mit einer einfachen Geste: das Wort Stommeln auf Jiddisch zu schreiben. Damit verbindet es die Synagoge nicht nur mit der Erinnerung an jüdisches Leben, sondern auch mit jüdischer Gegenwart.

Heute besteht die Synagoge zugleich als Gedenkort und als Ort für zeitgenössische Kunst. Indem Stommeln hier und jetzt auf Jiddisch geschrieben wird, führt das Projekt Erinnerung und gegenwärtige jüdische Kulturexistenz zusammen – durch Sichtbarkeit, Sprache und Begegnung.

Das Projekt ist hybrid. Es entfaltet sich über Kleidung, Drucke auf Papier, eine Leinwand, herunterladbare SVG- und PNG-Dateien sowie ein bewegtes Textfeld, inspiriert von Charles Sandison.

Verhalten שטאָמעלן und Stommeln treiben frei, versammeln sich an gemeinsamen Punkten und zerstreuen sich wieder.
Nutzung Als Projektions-Loop, Monitorarbeit oder Bildschirmfläche im Dunkelraum innerhalb des größeren Projekts.
Ort Wochenmarkt, ortsbezogene Präsentation, öffentliche Begegnung, lebendige Sprache.
Warum Jiddisch

Warum das Wort Stommeln auf Jiddisch schreiben?

Das Wort Stommeln auf Jiddisch zu schreiben verbindet die Synagoge mit der Erinnerung an jüdisches Leben und setzt zugleich ein Zeichen jüdischer Gegenwart. Das Wort wird dort sichtbar, wo Begegnung stattfinden kann.

Es lässt sich auch als Geste der Wiederaneignung jüdischer sprachlicher und kultureller Präsenz im öffentlichen Raum verstehen – durch Sichtbarkeit, Sprache und Begegnung. Auf dem Wochenmarkt wird das Wort zur lebendigen Sprache, nicht nur zum Archiv.

Erinnerung Die Synagoge bleibt mit der jüdischen Geschichte und dem historischen Gedächtnis verbunden.
Gegenwart Das Wort erscheint in der Gegenwart, nicht nur als Archiv, sondern als lebendige Sprache.
Begegnung Auf dem Markt wird das Wort Teil einer öffentlichen Situation des Sehens, Sprechens und Begegnens.
Hybrides Projekt von Hannah und Jakob Zacharias
Öffentliche Situation

Der Wochenmarkt ist Teil der Arbeit.

Wochenmarkt, ortsbezogene Präsentation, öffentliche Begegnung und lebendige Sprache erscheinen hier als Teil derselben Projektlogik.
Wochenmarkt Die Arbeit tritt in eine aktive lokale Routine ein, statt nur im Ausstellungsraum zu verbleiben.
Ortsbezogene Präsentation Die ortsbezogene Präsentation wird Teil der Arbeit und ihrer Adressierung.
Öffentliche Begegnung Menschen begegnen dem Wort im Vorbeigehen, im Gespräch und im geteilten Raum.
Lebendige Sprache Jiddisch erscheint als etwas Gegenwärtiges und Gesprochenes, nicht nur als Erinnertes.
Wochenmarkt
Ortsbezogene Präsentation
Öffentliche Begegnung
Lebendige Sprache
שטאָמעלן

Ein wichtiger Bestandteil dieses Projekts ist ein Stand auf dem Wochenmarkt in Stommeln als ortsbezogene Präsentation.

Das Projekt entfaltet sich physisch an diesem Ort und digital über Kleidung, Drucke, Bilddateien und bildschirmbasierte Formate. Dasselbe Wort bewegt sich zwischen Markt, Gedenkort, zeitgenössischem Kunstkontext und öffentlicher Begegnung.

Marktplatz Hauptstraße / Venloer Straße
50259 Pulheim
Hintergrundbild: Von Mabit1 - Eigenes Werk, CC BY-SA 4.0, Link